QM -
Systeme
im
Überblick
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Es gibt eine Vielzahl QM-Systeme für die Praxis.
Im Nachfolgenden wollen wir eine kurzen
Überblick über die vorhandnen Systeme geben,
ohne hierbei einen Anspruch auf Vollständigkeit
zu erheben.
QEP: Die
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat
gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und
Psychotherapeuten sowie mit Mitarbeitern von
Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und
QM-Experten unter Einbeziehung von
Berufsverbänden und Arzthelferinnen das für
Praxen spezifische Qualitätsmanagementverfahren
„QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen®“
entwickelt.
Dieses indikatorenbasierte und
handbuchgestützte System ist modular aufgebaut
und kann von der Praxis stufenweise umgesetzt
werden. Kernstück des Systems ist ein
Qualitätszielkatalog, der in erster Linie der
Einführung und Umsetzung von Qualitätsmanagement
in Praxen dient und erst in weiteren Schritten -
und dies auch nur optional – für eine Selbst-
oder Fremdbewertung (Zertifizierung) genutzt
werden kann.
Es handelt sich
hierbei ein speziell auf den niedergelassenen
Arzt und Psychotherapeuten zugeschnittenes
Qualitätsmanagement-Modell, welches sich in 5
Bereiche (Kapitel) gliedert:
-
Praxisführung und QM
-
Patientenversorgung
-
Informationen und Patientensicherheit
-
Mitarbeiter und Fortbildung
-
Rahmenbedingungen und Organisation.
Die Kapitel
unterteilen sich in insgesamt ca. 180 Kernziele
(Kriterien) und ca. 400 Indikatoren, wobei alles
im QEP-Kernzielkatalog zusammengefasst ist.
Der umfassende
Kernzielkatalog stellt einen Leitfaden dar, der
es jeder Praxis, gleich welcher Fachrichtung,
ermöglicht, das QM-System in der eigenen Praxis
erfolgreich umzusetzen.
Die KV'en, die
QEP
unterstützen, hierzu gehört auch die KV
Rheinland-Pfalz mit den Regionalzentren Koblenz,
Mainz, Pfalz und Trier, bieten eine ganze Reihe
von Schulungsmaßnahmen zur Umsetzung von QEP an,
wobei hier eine Befähigungsphase, Umsetzungs-
und Bewertungsphase unterschieden wird.
QEP ist zukünftig
zertifizierungsfähig.

QU.NO: Hierbei
handelt es sich um das QM-Modell der
KV-Nordrhein. Inhalt dieses Modells sind
vertragsärztliche QM-Elemente unter Integration
der von der KBV entwickelten Qualitätsziele. Auf
Basis der der drei Kernbereiche Patienten,
Mitarbeiter, Administration sind mindestens 10
Praxisprozesse auszuwählen und QM-gerecht
aufzuarbeiten. Schulungsmaßnahmen werden nach
dem Tutorenprinzip angeboten.
QU.NO ist
zukünftig zertifizierungsfähig.

KPQM:
stellt das QM-Modell der KV Westfahlen-Lippe
dar. Ähnlich des Modells QM.NO handelt es sich
hierbei um ein modulares System, das in Form des
Tutorenmodells angewendet wird.
KPQM ist zukünftig zertifizierungsfähig.

EFQM-Excellence-Modell: ein System
der European Foundation for Quality Management.
Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss
europäischer Unternehmen, die einen
branchenübergreifenden Vergleich ihrer
Unternehmen durchführen. Ziel ist es die besten
zu identifizieren und sich mit diesen zu
messen. Es werden neun Befähigungs- und
Ergebniskriterien herangezogen.
EFQM-Excellence bietet keine
Zertifizierung und stellt für die Praxis keine
Initiallösung dar.
KTQ im ambulanten
Sektor: Abgleitet von Kooperation für
Transparenz und Qualität im Krankenhaus. In
einer Anpassung für ambulante Praxen sind 64
Qualitätsziele beschrieben. 60% müssen in einem
Qualitätsbericht veröffentlich sein.
KTQ im ambulanten Sektor ist
zertifizierungsfähig.

DIN EN ISO 9001:2000
Kernelement ist die Prozessorientierung mit dem
Ziel Kundenzufriedenheit durch Erfüllung von
Kundenanforderungen zu erreichen. Bei der ISO
Norm handelt es sich um ein sehr umfassendes
QM-Modell, mit dem es möglich ist, eine
durchgängige und erkennbare Systematik in eine
Praxis zu bringen.
DIN EN ISO 9001.2000 ist extern
zertifizierungsfähig.
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